Löst die DNS-Abfrage meine Domain überhaupt auf?
Bevor du am Hosting herumprobierst, solltest du DNS ausschließen. Jede .de-Domain hängt von Einträgen bei der Registrierungsstelle (IONOS, Strato, DENIC-Registrar) ab, die auf Nameserver zeigen. Fehlt der A-Eintrag, der AAAA-Eintrag oder der CNAME, ist er falsch, oder zeigt er nach einem Umzug noch auf den alten Anbieter, sehen Besucher bei Telekom, Vodafone oder O2 eine Fehlermeldung, obwohl der Webserver einwandfrei läuft.
Starte eine DNS-Abfrage und prüfe, ob der A-Eintrag die erwartete IP-Adresse liefert und ob die NS-Einträge mit denen bei deiner Registrierungsstelle übereinstimmen. Nach einem Nameserver-Wechsel kann die Verbreitung mehrere Stunden dauern, und manche Internetanbieter halten veraltete Antworten länger im Cache als andere.
Zeigt meine Domain auf den richtigen Server?
Sobald DNS auflöst, muss noch stimmen, wohin es zeigt. Nimm die IP-Adresse aus der Abfrage und prüfe Hosting-Anbieter, ASN und Land. Wenn die Seite eigentlich bei einem deutschen Anbieter liegen soll, die IP-Information aber ein unbekanntes Rechenzentrum im Ausland zeigt, deutet das meist auf einen veralteten A-Eintrag, einen vergessenen Testserver oder im schlimmsten Fall eine gekaperte Domain hin.
Dieser Schritt deckt auch einen häufigen Fall auf: Die Seite lädt zwar, zeigt aber noch eine alte Version vom vorherigen Anbieter, weil der DNS-Wechsel noch nicht vollständig durchgereicht wurde.
Welchen Statuscode liefert der Server zurück?
Sind DNS und Hosting in Ordnung, liegt der Fehler in dem, was der Server zurückgibt. Ein 200 bedeutet, die Seite lädt, aber etwas anderes ist langsam, zum Beispiel eine Datenbankabfrage oder ein blockierendes Skript. Eine Weiterleitungsschleife mit 301 oder 302 kommt oft von einer Regel in der .htaccess oder einem Plugin, das sich selbst im Weg steht. Ein 403 bedeutet, der Server verweigert die Auslieferung der Datei, meist wegen Rechten oder einer Firewall-Regel. Ein 404 heißt, der angeforderte Pfad existiert schlicht nicht.
Serverseitige Fehler erzählen jeweils eine eigene Geschichte: 500 ist ein Anwendungsfehler, 502 bedeutet meist, dass ein Reverse Proxy das Backend nicht erreichen konnte, 503 deutet oft auf einen überlasteten PHP-FPM-Pool oder einen aktiv gelassenen Wartungsmodus hin, und 504 bedeutet, dass das Backend zu lange gebraucht hat.
Was verraten die Antwort-Header?
Header erklären das Wie hinter dem Statuscode. cache-control und expires zeigen, ob ein Browser oder CDN eine veraltete Kopie ausliefert. cf-ray oder x-cache zeigen, ob Cloudflare oder ein anderes CDN die Anfrage überhaupt bearbeitet hat, nützlich, wenn eine Korrektur auf dem Server bei Besuchern nicht anzukommen scheint. Probleme bei set-cookie können Seiten hinter einem Login lautlos brechen, und ein fehlender strict-transport-security-Header auf einer Seite, die HTTPS erzwingen soll, ist ebenfalls einen Blick wert.
Füge die rohen Antwort-Header ein und lies dir jede Zeile in klarer Sprache erklärt durch, statt zu raten, was sie bedeutet.