Wählen Sie einen Harmonietyp oder eine Stimmung, die Ihr Design vermitteln soll, um eine fertige Beispielpalette mit der Begründung dahinter zu sehen. Dies ist ein Nachschlagewerk mit festen Beispielen, kein Rechner für Ihre eigene Farbe.
Wahrnehmung & Psychologie:
Passt gut für:
Was jeder Harmonietyp auf dem Farbkreis bedeutet
Ein Farbkreis ordnet Farbtöne nach Winkeln, und jeder Harmonietyp ist eine Regel dafür, welche Winkel kombiniert werden. Komplementär wählt zwei Farbtöne im Abstand von 180 Grad für den stärksten Kontrast. Analog wählt Farbtöne im Abstand von etwa 30 Grad, die nebeneinander liegen, für ein weiches, stimmiges Bild. Triadisch verteilt drei Farbtöne im Abstand von 120 Grad für Abwechslung bei erhaltenem Kontrast eines komplementären Paars. Geteilt-komplementär nimmt einen Grundton plus die beiden Nachbarn seines Gegenübers, bei etwa 150 und 210 Grad, für Kontrast ohne den härtesten Zusammenstoß. Tetradisch kombiniert zwei komplementäre Paare im Abstand von 90 Grad für ein reichhaltigeres, aber auch unruhigeres Ergebnis. Monochrom bleibt bei einem Winkel und variiert nur Helligkeit und Sättigung. Die obigen Beispiele sind bewusst fest vorgegeben, denn der Winkel definiert jede Harmonie, nicht ein bestimmter Hexadezimalwert.
Farbwahrnehmung zwischen Nord- und Südeuropa
Wie eine Farbe wirkt, hängt stark von der Zielgruppe ab, nicht nur von der Geometrie des Kreises. Blau gilt in deutschen Unternehmensmarken traditionell als Farbe von Vertrauen und Solidität, weshalb es bei Banken und Versicherungen so häufig auftaucht, während Rot im Straßenverkehr fest mit Stopp und Gefahr verknüpft ist und in Warnhinweisen entsprechend zurückhaltend eingesetzt wird. In skandinavischen Ländern dominieren gedeckte, oft pastellige Töne selbst in Konsumgüterdesign, während mediterrane Länder wie Italien oder Spanien kräftigere, gesättigtere Farbtöne im Alltag und in der Architektur alltäglicher einsetzen, ohne dass dies dort als aufdringlich gilt. Schwarz-Rot-Gold als Nationalfarben prägen in Deutschland vor allem Sport- und Anlassmarketing, tauchen aber in klassischem Corporate Design eher selten auf. Nichts davon ändert die Geometrie einer Harmonie, es sollte aber beeinflussen, welche konkreten Farbtöne für ein bestimmtes Publikum gewählt werden.
Der Unterschied zu einem Palettenrechner
Diese Seite ist ein Nachschlagewerk: Die gezeigten Paletten sind feste Beispiele zur Veranschaulichung jedes Harmonietyps, sie werden nicht aus einer eingegebenen Farbe berechnet. Wer bereits eine Markenfarbe, ein Logo oder einen bestimmten Hexadezimalwert hat und daraus live die komplementäre, analoge, triadische, geteilt-komplementäre oder tetradische Variante erzeugen möchte, nutzt stattdessen den Farbpaletten-Generator, der die eigene Hexadezimalfarbe als Eingabe nimmt und die passenden Farbtöne sofort berechnet.
Grenzen: Bildschirm, Licht und Farbsehen
Derselbe Hexadezimalcode kann auf zwei Bildschirmen unterschiedlich aussehen, je nach Kalibrierung, Helligkeit und Umgebungslicht im Raum, sodass eine auf einem Display ausgewogen wirkende Harmonie auf einem anderen unausgewogen erscheinen kann. Etwa 8 Prozent der Männer und ein deutlich kleinerer Anteil der Frauen haben eine Form von Farbsehschwäche, meist bei der Unterscheidung von Rot und Grün, wodurch ein komplementäres oder triadisches Schema für sie deutlich schlechter lesbar sein kann als für den Rest der Zielgruppe. Prüfen Sie ein reales Design immer unter den tatsächlichen Bedingungen, unter denen es betrachtet wird, und verbinden Sie Farbe mit Form, Text oder Symbolen statt sich allein auf Farbe zu verlassen, wenn es von allen verstanden werden muss.