Nassabriebklasse (DIN EN 13300) sagt nichts über den Verbrauch aus
In Deutschland werden Innenfarben nach Nassabriebklassen 1 bis 5 (DIN EN 13300) eingestuft, die nur die Scheuerbeständigkeit beschreiben, nicht die Ergiebigkeit. Günstige Klasse-5-Dispersionsfarben haben oft eine geringere Deckkraft als hochwertige Klasse-2-Farben und brauchen deshalb häufig einen zweiten Anstrich, selbst wenn die Packungsangabe dieselbe Ergiebigkeit verspricht.
Raufasertapete verändert den Bedarf deutlich
In vielen deutschen Wohnungen wird zuerst Raufasertapete verklebt und danach gestrichen. Die geprägte Oberfläche saugt deutlich mehr Farbe auf als eine glatte Wand: bei grober Rauhfaser kann der reale Verbrauch 15-25% über dem hier berechneten Wert liegen. Bei glatten Putzwänden ohne Tapete ist der berechnete Wert dagegen realistisch.