Taupunkt-Rechner

Calculate the dew point from air temperature and relative humidity using the Magnus-Tetens formula, with the associated humidity comfort level.

Von Marshkalk

Geben Sie die Lufttemperatur und die relative Feuchte ein, um den Taupunkt und die zugehörige Feuchte-Komfortstufe zu erhalten.

%

Warum der Taupunkt ein besseres Maß ist als die relative Feuchte

Die relative Feuchte allein ist irreführend, weil sie von der Temperatur abhängt: 90% relative Feuchte bei 5°C bedeutet nur sehr wenig tatsächlichen Wasserdampf in der Luft, während 50% relative Feuchte bei 30°C bereits viel Feuchte enthält. Der Taupunkt dagegen ist die Temperatur, bei der die Luft mit dem bereits enthaltenen Wasserdampf gesättigt ist und als Tau kondensiert. Da er die tatsächliche Feuchtemenge in der Luft misst und kein Verhältnis, bleibt der Taupunkt ein verlässlicher, absoluter Indikator dafür, wie schwül sich die Luft anfühlt, unabhängig von der aktuellen Lufttemperatur. Dieser Rechner verwendet die Magnus-Tetens-Näherung, die Formel, die Meteorologen wie der Deutsche Wetterdienst üblicherweise nutzen, um den Taupunkt aus Lufttemperatur und relativer Feuchte abzuleiten.

Komfortstufe nach Taupunkt

TaupunktbereichKomfortstufe
Unter 10°C (50°F)Trocken
10°C bis 13°C (50°F bis 55°F)Angenehm
13°C bis 16°C (55°F bis 60°F)Leicht feucht, für die meisten akzeptabel
16°C bis 18°C (60°F bis 65°F)Für viele Menschen unangenehm
18°C bis 21°C (65°F bis 70°F)Sehr unangenehm, schwül
Über 21°C (70°F)Drückend, typisch für tropisches Klima

Was dieser Rechner nicht kann

Die Magnus-Tetens-Formel ist eine Näherung, die bei gewöhnlichen Wetterbedingungen genau ist, sich aber bei extremen Temperaturen oder sehr geringer Feuchte leicht verschiebt. Sie berücksichtigt außerdem weder Wind noch direkte Sonneneinstrahlung, die beide beeinflussen, wie feuchte Luft auf der Haut wahrgenommen wird. Für die gemeinsame Wirkung von Hitze und Feuchte auf das Temperaturempfinden nutzen Sie den Hitzeindex-Rechner, der Lufttemperatur und relative Feuchte kombiniert, um das Risiko einer Überhitzung abzuschätzen.

Der Taupunkt im deutschen Klima

Deutschlands Klima ist stärker kontinental geprägt als das der Küstenregionen Westeuropas, mit deutlichen Schwankungen zwischen den Jahreszeiten: kalte, trockene Winter mit niedrigem Taupunkt stehen schwülen Sommertagen gegenüber, an denen der Deutsche Wetterdienst gelegentlich Taupunktwerte über 18°C meldet, vor allem bei Gewitterlagen im Rhein-Main-Gebiet oder im Ruhrgebiet. An solchen Tagen fühlt sich die Luft deutlich schwerer an als die reine Lufttemperatur vermuten lässt, weil der hohe Taupunkt das Schwitzen weniger wirksam macht.