Geben Sie die Lufttemperatur und die Windgeschwindigkeit ein, um den Windchill (die tatsächlich gefühlte Temperatur) und eine Schätzung zu erhalten, wie schnell ungeschützte Haut erfrieren könnte.
Windchill ist unter diesen Bedingungen nicht aussagekräftig: Die Formel gilt nur für Lufttemperaturen von höchstens 10°C (50°F) bei einer Windgeschwindigkeit von mindestens 4,8 km/h (3 mph). Bei dieser Temperatur und Windgeschwindigkeit ist die Lufttemperatur selbst die beste Schätzung des Empfindens.
| Windchill-Bereich | Erfrierungsrisiko auf ungeschützter Haut |
|---|---|
| Über -15°C (5°F) | Kein wesentliches Risiko kurzfristig |
| -15°C bis -28°C (5°F bis -19°F) | Erfrierungen möglich in etwa 30 Minuten |
| -28°C bis -51°C (-19°F bis -60°F) | Erfrierungen möglich in etwa 10 Minuten |
| Unter -51°C (-60°F) | Erfrierungen möglich in unter 5 Minuten |
Windchill ist ein Komfort- und Risikoindex, keine direkte physikalische Temperaturmessung. Er ersetzt keine amtlichen Wetterwarnungen. Bei starker Kälte sollten Sie die Hinweise und Warnungen Ihres örtlichen Wetterdienstes befolgen.
Warum Wind Kälte schlimmer wirken lässt
Die Lufttemperatur erzählt bei kaltem Wetter nur einen Teil der Geschichte. Die Haut verliert ständig eine dünne Schicht erwärmter Luft direkt an ihrer Oberfläche, und bei ruhiger Luft kann sich diese Schicht wie eine Art isolierender Puffer aufbauen. Wind trägt diesen Puffer so schnell ab, wie er entsteht, und zwingt die Haut, immer wieder Wärme abzugeben, um eine neue Schicht kalter Luft zu erwärmen. Deshalb kann sich ein Tag bei 0°C mit kräftigem Wind deutlich unangenehmer anfühlen, als es das Thermometer vermuten lässt. Windchill verbindet Lufttemperatur und Windgeschwindigkeit zu einer einzigen "gefühlten" Zahl, nach der Formel, die der US-amerikanische National Weather Service und Environment Canada im Jahr 2001 eingeführt haben, ein Standard, den auch die meisten nationalen Wetterdienste einschließlich des britischen Met Office verwenden.
Erfrierungsrisiko nach Windchill
| Windchill-Bereich | Erfrierungsrisiko auf ungeschützter Haut |
|---|---|
| Über -15°C (5°F) | Kein wesentliches Risiko kurzfristig |
| -15°C bis -28°C (5°F bis -19°F) | Erfrierungen möglich in etwa 30 Minuten |
| -28°C bis -51°C (-19°F bis -60°F) | Erfrierungen möglich in etwa 10 Minuten |
| Unter -51°C (-60°F) | Erfrierungen möglich in unter 5 Minuten |
Was dieser Rechner nicht leisten kann
Die Formel gilt nur für Lufttemperaturen von höchstens 10°C (50°F) und Windgeschwindigkeiten ab 4,8 km/h (3 mph); außerhalb dieses Bereichs hat der Wind kaum eine messbare Kühlwirkung, und das Werkzeug zeigt dann die Lufttemperatur selbst als beste Schätzung an. Auch Luftfeuchtigkeit, direkte Sonneneinstrahlung und Kleidung werden nicht berücksichtigt: ein sonniger, geschützter Ort kann sich spürbar wärmer anfühlen als der Windchill-Wert nahelegt, während nasse Kleidung oder Haut die Kälte schlimmer wirken lässt. Verstehen Sie das Ergebnis als allgemeinen Anhaltspunkt für das Kälterisiko, nicht als genaue medizinische oder physikalische Messung.
DWD-Wetterwarnung vor Kälte
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt Wetterwarnungen vor markanter oder strenger Kälte heraus, wenn eine Kombination aus tiefen Temperaturen und Wind erwartet wird, wie sie in Deutschland regelmäßig im Winter durch Kaltluftvorstöße aus Nord- oder Osteuropa auftritt. Bei einer solchen Warnung ist es sinnvoll, nach älteren oder allein lebenden Nachbarn zu sehen, Haustiere im Freien im Auge zu behalten und die Zeit mit ungeschützter Haut im Freien zu begrenzen, statt sich allein auf diesen Rechner als Sicherheitsmaßstab zu verlassen.