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Stroop Test

Stroop-Effekt messen: Reaktionszeitunterschied zwischen kongruenten und inkongruenten Wörtern. Kognitive Flexibilität.

Von Marshkalk

Anleitung: Ein Wort erscheint in farbiger Tinte. Klicken Sie auf die Schaltfläche, die der Tintenfarbe entspricht (nicht dem Wort). Antworten Sie so schnell wie möglich.

Über den Stroop-Test

Der Stroop-Effekt (1935) zeigt, dass die Tintenfarbe langsamer benannt wird, wenn Wort und Farbe widersprüchlich sind. Misst Verarbeitungsgeschwindigkeit und exekutive Funktion.

Schlüsselmetriken

  • Kongruente Versuche: Wort und Farbe stimmen überein. Referenzgeschwindigkeit.
  • Inkongruente Versuche: Wort und Farbe widersprechen sich. Misst kognitive Kontrolle.
  • Stroop-Effekt: Reaktionszeitdifferenz: typisch 100-200 ms

Warum tritt der Stroop-Effekt auf?

Lesen ist hochautomatisch, das Gehirn verarbeitet die Wortbedeutung unwillkürlich. Das Unterdrücken dieser automatischen Reaktion beim Benennen der Tintenfarbe erfordert Aufwand.

Klinische Nutzung

Zur Erkennung von Frontallappen-Dysfunktionen (Hirntrauma, ADHS, Demenz) und in der kognitiven Psychologieforschung verwendet.

Wissenschaftlicher Kontext: Normen und Kernergebnisse

MacLeod (1991) recensierte über 700 Stroop-Studien; der Effekt wurde in allen getesteten Sprachen und Kulturen repliziert.

  • Typischer Interferenzeffekt: 100-200 ms Verlangsamung bei inkongruenten gegenüber kongruenten Durchgängen bei gesunden Erwachsenen. Über 300 ms kann auf reduzierte Exekutivfunktion hinweisen. Der Effekt wird als Reaktionszeitdifferenz gemessen, nicht als Genauigkeit.
  • Alterseffekte: Der Stroop-Interferenzeffekt nimmt mit dem Alter zu , von etwa 100 ms bei jungen Erwachsenen bis 150-200 ms bei Personen über 65 Jahren, was den altersbedingten Rückgang der inhibitorischen Kontrolle widerspiegelt.
  • Übungseffekte: Im Gegensatz zu einfachen Reaktionszeitaufgaben verbessert sich die Stroop-Interferenz mit Übung der Standardaufgabe kaum. Das macht sie zu einem stabilen Maß der Exekutivkontrolle über Testsitzungen hinweg.