Goldener-Schnitt-Rechner

Calculate the golden ratio (phi = 1.618) from a single dimension, or compare two dimensions to see how close they are to the golden ratio.

Von Marshkalk

Geben Sie eine Länge oder ein Maß in einer beliebigen Einheit ein. Das Werkzeug multipliziert und dividiert diesen Wert mit phi (1,618) und liefert die beiden zugehörigen Werte.

Was ist der Goldene Schnitt und warum 1,6180339887

Der Goldene Schnitt, mit dem griechischen Buchstaben phi bezeichnet, ist eine irrationale Zahl, die mit 1,6180339887 beginnt und sich nie wiederholt oder abbricht. Sie ergibt sich aus der Teilung einer Strecke in zwei Abschnitte, sodass sich die ganze Strecke zum größeren Abschnitt so verhält wie der größere Abschnitt zum kleineren. Genau diese Eigenschaft gibt dem Verhältnis seinen Ruf als ausgewogen: Dieselbe Proportion wiederholt sich auf jeder Ebene, von der Gesamtform bis zur kleinsten Unterteilung.

Der Goldene Schnitt in deutscher Kunst, Architektur und Gestaltung

Am häufigsten wird international der Parthenon in Athen genannt, im deutschsprachigen Raum lohnt sich aber ein Blick auf das Bauhaus: Lehrer wie Paul Klee und Wassily Kandinsky beschäftigten sich in ihrem Unterricht in Weimar und Dessau ausdrücklich mit klassischen Proportionslehren, zu denen der Goldene Schnitt zählte, auch wenn das Bauhaus als Ganzes eher auf Funktion und Raster als auf eine feste Formel setzte. In der deutschen Buch- und Zeitschriftengestaltung des 20. Jahrhunderts wurde das Verhältnis von Satzspiegel zu Papierformat oft nach Proportionsschemata festgelegt, die dem Goldenen Schnitt nahekommen, ein Prinzip, das Layouterinnen und Layouter bis heute als schnellen Ausgangspunkt für ein Raster nutzen.

Grenzen des Goldenen Schnitts

Der Goldene Schnitt ist keine magische Formel, die gutes Design garantiert, und seine tatsächliche Verwendung in historischer Kunst und Architektur wird unter Fachleuten wirklich diskutiert. Mehrere bekannte Behauptungen, ein bestimmtes Gemälde oder Gebäude sei absichtlich um phi herum gebaut worden, wurden angezweifelt oder beruhten nachweislich auf einer Messung, die im Nachhinein passend zur These gewählt wurde, statt vorher unabhängig gemessen zu werden. Betrachten Sie das Verhältnis als eine von mehreren Gestaltungsoptionen, nicht als Beweis dafür, dass ein Design objektiv gelungen ist.

Formel und praktischer Einsatz im Web- und Printdesign

Die Formel ist einfach: Aus einem Maß erhalten Sie durch Multiplikation mit phi (etwa 1,618) ein größeres, ergänzendes Maß, durch Division mit phi ein kleineres. Im Webdesign lässt sich damit die Breite einer Seitenleiste im Verhältnis zur Hauptspalte festlegen, oder die Höhe eines Titelbilds im Verhältnis zu seiner Breite. Im Print kann das Verhältnis Seitenränder oder das Verhältnis von Seitenbreite zu Seitenhöhe bestimmen. Übertragen Sie die berechneten Werte direkt in Ihr Layoutprogramm, oder testen Sie mit dem Bildzuschnitt-Werkzeug einen Zuschnitt nach dem Goldenen Schnitt an einem Foto, und wechseln Sie anschließend in den zweiten Modus oben, um zu prüfen, wie nah ein bestehendes Design dem Verhältnis bereits kommt.