Basiert auf der Einstufung des US Foreign Service Institute, ursprünglich für englische Muttersprachler berechnet.
| Kategorie | Stunden | Sprachen |
|---|
Eine Zahl für englische Muttersprachler, nicht für deutschsprachige Lerner
Das US-amerikanische Foreign Service Institute (FSI) misst seit den 1950er-Jahren, wie lange ein englischer Muttersprachler braucht, um in jeder am Institut unterrichteten Sprache ein berufliches Niveau zu erreichen. Eine offizielle Studie speziell für deutschsprachige Lerner gibt es nicht, daher zeigen die Stunden weiterhin die für Englisch gemessenen Werte. Für einen deutschsprachigen Lerner gilt trotzdem: Niederländisch und die skandinavischen Sprachen (Schwedisch, Norwegisch, Dänisch) sind mit Deutsch eng verwandt, sodass der Lernaufwand in der Praxis oft geringer ausfällt als die für Englisch berechneten Stunden vermuten lassen.
Die vier FSI-Kategorien
| Kategorie | Stunden | Beispiele |
|---|---|---|
| I | 600 bis 750 | Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Niederländisch, Schwedisch |
| II | 900 | Deutsch, Indonesisch, Malaiisch, Swahili |
| III | 1100 | Russisch, Polnisch, Türkisch, Hebräisch, Finnisch, Thai, Vietnamesisch |
| IV | 2200 | Arabisch, Mandarin-Chinesisch, Kantonesisch, Japanisch, Koreanisch |
Grenzen dieses Rankings
Diese Stunden wurden für ein intensives Vollzeit-Training in der diplomatischen Ausbildung gemessen, sodass ein Selbstlerner mit wenigen Stunden pro Woche ein anderes Vielfaches dieser Zahlen benötigt, nicht dieselbe Gesamtzahl an Wochen. Sprachen der Kategorie III wie Russisch oder Polnisch, mit ihrem Fallsystem, sind für einen deutschsprachigen Lerner nicht unbedingt einfacher als für einen englischen, da Deutsch selbst zwar Fälle kennt, aber ein anderes System als die slawischen Sprachen verwendet.
Wie die Stunden gezählt werden
FSI-Stunden zählen strukturierten Unterricht auf dem Weg zu einer allgemeinen beruflichen Kompetenz (Sprechen und Lesen), nicht bloße Alltagsverständigung, die die meisten Lerner deutlich früher erreichen. Wortschatzüberschneidung, grammatische Fallsysteme, tonale Unterschiede und eine nicht-lateinische Schrift sind die Hauptfaktoren, die eine Sprache in eine höhere Kategorie einordnen.