Wählen Sie Ihren Hauttyp (Fitzpatrick-Skala), den aktuellen UV-Index und den Lichtschutzfaktor der aufgetragenen Sonnencreme, um die Zeit bis zum Sonnenbrand ohne Schutz und die geschätzte Schutzdauer bis zum Nachcremen zu berechnen.
Unabhängig vom oben genannten Wert spätestens alle zwei Stunden nachcremen, und sofort nach dem Baden, Abtrocknen mit dem Handtuch oder starkem Schwitzen: Wasserfestigkeit und Reibung verringern den Cremefilm deutlich vor Ablauf der theoretischen Schutzdauer.
Dies sind allgemeine Näherungswerte auf Basis des theoretischen Lichtschutzfaktors und veröffentlichter dermatologischer Referenzzeiten je Hauttyp, nur zur Information. Dieses Werkzeug ersetzt keine dermatologische Beratung, insbesondere bei kleinen Kindern, photosensibilisierenden Medikamenten, persönlicher oder familiärer Hautkrebsvorgeschichte oder ungewöhnlichen Muttermalen: In diesen Fällen einen Arzt oder Dermatologen aufsuchen.
Die SPF-Schutzkategorien nach EU-Kennzeichnung
Die EU-Empfehlung zur Kennzeichnung von Sonnenschutzmitteln, die auch in Deutschland gilt, teilt Produkte in vier Kategorien ein: niedriger Schutz für LSF 6 und 10, mittlerer Schutz für LSF 15, 20 und 25, hoher Schutz für LSF 30 und 50, und sehr hoher Schutz für LSF 50+. Oberhalb von 50 darf das Etikett nur "50+" zeigen, da die Messungenauigkeit der Tests jenseits dieses Werts als zu groß für eine genaue Zahl gilt.
Empfehlungen des Bundesamts für Strahlenschutz
Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt für den deutschen Sommer mindestens LSF 30, für helle Hauttypen, Kinder und Aufenthalte im Gebirge oder am Wasser LSF 50. In der Praxis wird meist deutlich weniger Creme aufgetragen als im Labortest zugrunde gelegt: Die Testmenge entspricht etwa sechs Teelöffeln für den ganzen Körper, eine Menge, die viele Nutzer klar unterschätzen.
UV-Index im deutschen Sommer und in den Alpen
Der UV-Index erreicht in Süddeutschland an klaren Sommertagen häufig Werte von 7 bis 8, und kann in den Alpen durch die dünnere Atmosphäre und die Reflexion an Schnee im Frühsommer noch höher liegen. Diese Werte übertreffen die typischen Werte in Norddeutschland deutlich, weshalb Gesundheitsbehörden besonders für Bergurlaube und Süddeutschland zu konsequentem Sonnenschutz raten.
Der Unterschied zu einem allgemeinen UV-Index-Leitfaden
Ein allgemeiner UV-Index-Leitfaden zeigt die Risikostufe der Weltgesundheitsorganisation für den aktuellen Index und einen empfohlenen Mindest-Lichtschutzfaktor, ohne eine bereits aufgetragene Creme zu berücksichtigen. Dieser Rechner geht dagegen von einer konkreten Creme mit bekanntem Lichtschutzfaktor aus und schätzt eine Schutzdauer in Minuten für genau diese Kombination aus Hauttyp, UV-Index und Produkt, was eine persönlichere Zahl liefert.