Tagesgeld, ETF-Sparplan, Festgeld: Welches Sparprodukt passt zu Ihnen?

Tagesgeld bietet Flexibilität bei 3 bis 4 %, Festgeld sichert den Zins für eine feste Laufzeit, und ein ETF-Sparplan bietet auf 15 Jahre die höchste historische Rendite.

Tagesgeld vs. Festgeld: Flexibilität gegen Zinsgarantie

Tagesgeld ist täglich verfügbar und bietet aktuell (Stand Mitte 2024) Zinsen zwischen 3 und 4 % bei mehreren deutschen Direktbanken (ING, DKB, Comdirect). Der Zinssatz kann sich jederzeit ändern. Festgeld sichert einen fixen Zins für eine vereinbarte Laufzeit (3 Monate bis 5 Jahre) und eignet sich für Beträge, die Sie sicher parken möchten, ohne sie vorzeitig zu benötigen.

Der Einlagensicherungsfonds schützt in Deutschland bis zu 100.000 Euro pro Bank und Einleger. Bei Festgeld ist ein vorzeitiger Zugriff oft nicht oder nur mit Zinsabzug möglich -- ein Aspekt, den viele Anleger erst bei einem unerwarteten Geldbedarf bemerken.

Simulieren Sie das Wachstum Ihrer Ersparnisse mit dem Sparzielen-Rechner oder berechnen Sie den Effekt des Zinseszinses über Zeit mit dem Zinseszins-Rechner.

ETF-Sparplan: die langfristige Alternative

Ein monatlicher ETF-Sparplan auf einen breiten Indexfonds (z.B. MSCI World oder FTSE All-World) hat historisch -- über Zeiträume von 15 Jahren oder mehr -- in den meisten Szenarien eine deutlich höhere Rendite erzielt als Tagesgeld oder Festgeld. Die Vergangenheitsrendite garantiert keine Zukunftsergebnisse, und der Wert kann kurzzeitig stark fallen.

Der Sparerpauschbetrag beträgt in Deutschland 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro für Ehepaare) jährlich. Gewinne und Dividenden bis zu dieser Grenze sind steuerfrei. Darüber gilt die Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.

Was die Renditevergleiche oft verschweigen

Nominale Renditen ohne Inflationsanpassung führen in die Irre. Bei einer Inflation von 3 % liefert ein Tagesgeldkonto mit 3,5 % Zinsen eine reale Rendite von nur 0,5 % -- der Wert Ihres Ersparten nimmt kaum zu. Über 20 Jahre kann dieser Unterschied zwischen nominalem und realem Ertrag die Hälfte der Kaufkraft kosten.